Besser Grün Schlafen – unter diesem Motto schicken sich…

…1988 in Heuchelheim bei Gießen zwei junge, ausgebildete Biologen an, von der hessischen Provinz aus den Matratzenmarkt zu revolutionieren. Bis dato schlief Deutschland auf Federkern oder Schaumstoff. Beides war jedoch für die beiden ehrgeizigen Gründer ein absolutes ‚no go‘. Raumgifte, so hatten sie während ihres Studiums gelernt, könnten tödlich für den Menschen sein, aber keinen Matratzenhersteller schien zu interessieren, was des nächstens aus den Matratzen herauskam, die man in Verkehr gebracht hatte.

„Seit über 25 Jahren ist dormiente unser Partner und Lieferant für „Das gesunde Schlafen“. Wir sind nach wie vor begeistert von der tollen Qualität der Produkte, der partnerschaftlichen Zusammenarbeit und dem innovativen Geist dieser Firma. Was uns jedoch am stärksten mit dormiente verbindet, ist der konsequente ökologische Weg, den Dr. Plänker mit seinen MitarbeiterInnen geht und den wir gerne noch viele gemeinsame Jahre mit ihnen beschreiten möchten.“

 

Michael und Ellen Fischer Fischers NeuArt GmbH, 63785 Obernburg

Michael und Ellen Fischer | Fischers NeuArt GmbH, 63785 Obernburg

 

Mit reiner Natur für erholsamen Schlaf

Dr. Rüdiger Plänker und Rainer Oldiges wollten diesem Missstand absolut saubere, körpergerechte Matratzen aus reiner Natur entgegensetzen. Mit biochemischem KnowHow und großer Materialkenntnis entschied man sich für Naturlatex als Basis. Der war zwar als Rohstoff für Matratzen keine Unbekannte, aber durch den Schaumstoff-Boom vom Markt gedrängt und häufig mit synthetischem Latex verschnitten. Rasch ging man dazu über, lieber selbst den Weg des Latex nachzuvollziehen als anonym an Rohstoffbörsen zu kaufen. „Wir wussten, dass natürlicher Latex ein perfektes ergonomisches Material ist, je natürlicher, desto besser. Weil wir ihn 100% natürlich, d.h. ohne Erdöl-Latex Anteil, haben wollten, mussten wir selbst nachsehen auf den Plantagen, was damit passiert.“, berichtet Dr. Plänker. Damit sei man eine der ersten und bis heute eine der wenigen Firmen, die ganz feste Beziehungen zu einem Latex-Produzenten führen und wissen, woher der Rohstoff stammt.

 

 

Auf Nummer sicher: strenge Kontrolle nach Lebensmittelrecht

Auch bei Baumwolle und Schurwolle leistete man in der kleinen Manufaktur Pionierarbeit, denn unbelastete Naturmaterialien, z.B. Schurwollen gab es einfach nicht. Kontaminierte Rohware war Standard. Als erster Matratzenhersteller in Deutschland installierte dormiente umfangreiche Schadstoffkontrollen bei den eingesetzten Rohstoffen und orientierte sich dabei, bis dato völlig unüblich, an den strengsten Vorgaben, dem Lebensmittelrecht. So wollte man die Lieferanten per Nachweis zu Verhaltensänderungen bewegen. „Da musste man schon hartnäckig sein“, so Dr. Plänker. „Es galt ja erst mal herauszufinden, mit welchem Mix an Herbiziden, Fungiziden oder Pestiziden in der Landwirtschaft und Weiterverarbeitung überhaupt gearbeitet wurde.“ Dieses Wissen hat man dann in den QUL Qualitätsverband umweltverträgliche Latexmatratzen e.V. eingebracht, zu dessen Gründungsmitgliedern dormiente 1993 gehörte. Ab da konnte man mit einem offiziellen Prüfsiegel durch unabhängige Institute auftreten und gemeinsame Schadstoffkontrollen organisieren. Jede Naturlatexmatratze, jedes Kissen und jede Decke, die das dormiente Werk verlässt, trägt bis heute das mittlerweile international anerkannte QUL-Zertifikat.

Ökologisches Komplettsortiment für den wachsenden Bedarf

Zu den Naturlatexmatratzen für die verschiedensten Körperformen und Schlafbedürfnisse gesellten sich schnell die passenden Bettgestelle und Lattenroste. „Es nutzte unseren Kunden ja nichts, wenn zwar die Matratze ökologisch vorbildlich aus nachwachsenden Rohstoffen und schadstoffarm war, die übrige Schlafstatt aber mehr als fragwürdig.“ Mit frischen Designideen ging man an die Entwicklung hochwertiger Massivholzbetten und meldete ausgeklügelte Unterfederungen und Liegesysteme wie das ‚Schlafsystem 7‘ zum Patent an. Ökologische Schlafsofas folgten, alle gleichfalls rein aus natürlichen, schadstoffkontrollierten Materialien. Weil man die ganze Produktionstiefe im Haus hat, von der Näherei bis zur Polsterei, könne man bei allem eine gleichbleibend erstklassige Ausführung sicherstellen.

Der ‚springende Punkt‘,

der den Unterschied macht: bei dormiente ist der Boxspring metallfrei. Statt Federkern, der im elektrischen Sinn einer Spule gleichkomme und elektromagnetische Felder verstärken könne, eine individuell anpassbare Latexunterfederung. Zum Jubiläumsjahr bringt dormiente das Modell „Stella System“ auf den Markt, das nahezu keine Wünsche mehr offen lassen soll. Polsterbett in Boxspring-Optik und Rahmenbett in einem, ist das revolutionäre Multitalent jederzeit sowohl in den Liegeeigenschaften als auch im Design veränderbar – ohne Abstriche bei der Nachhaltigkeit und baubiologisch einwandfrei.

Vom „Müslifresser“ zum Marktführer

„In unserer Gründungsphase galten Werte wie Nachhaltigkeit, Reinheit der Materialien, ökologische Verträglichkeit und generell die Verwendung von Naturmaterialien im Produktionsprozess noch als grüne Phantasien sogenannter Müslifresser.“, erinnert Dr. Plänker. In dieser Ecke sei man aber nicht geblieben, sondern von Anfang an eine Strategie gefahren, den klassischen Bettenfachhandel einzubeziehen und durch Qualität zu überzeugen. „Wir haben die Brücke geschlagen zum konventionellen Markt, das macht uns heute in Deutschland zum Marktführer. Unsere Naturmatratzen, Bettwaren und Betten sind mittlerweile eine feste Größe bei Traditionshäusern beider Arten, bei „Ökos“ und „Nicht-Ökos“.“ Auch im österreichischen Markt und über die DACH-Region hinaus in Europa, Asien und in USA konnte man Fuß fassen.